Ab 1907 begann das österreichische Armeeoberkommando, in Voraussicht einer militärischen Auseinandersetzung mit Italien an der Südgrenze des Reiches, eine Reihe von Grenzbefestigungen auf den Hochflächen von Folgaria, Lavarone und Lusern zu errichten. Diese Festungen sollten auch den Aufmarsch- und Bereitstellungsraum für eine mögliche Offensive in Richtung venezianischer Tiefebene sichern. Zwischen der Cima Vezzena im Osten und dem Dosso delle Somme im Südwesten wurden sieben gewaltige Sperrwerke errichtet, die zwischen Mai und August 1915 sämtliche Durchbruchsversuche der Italiener scheitern ließen und im Mai des darauffolgenden Jahres als Ausgangsbasis der Offensive dienten, bei der die italienischen Verteidigungsstellungen bis auf die Hochfläche von Asiago zurückverlegt werden mussten.
Das auf dem Dosso del Sommo auf Kote 1665 errichtete Werk Serrada (im Italienischen nach der gleichnamigen Erhebung als „Forte Dosso del Sommo“ bezeichnet) hatte die Aufgabe, das Valle di Terragnolo und den Passo della Borcola abzuriegeln. Es kontrollierte dabei die Nordseite des Pasubio, insbesondere den Col Santo und unterband zusammen mit dem Zwischenwerk Sommo eventuelle Angriffe aus Richtung des Passo Coe.
Was seine Flächenausdehnung angeht, war es die größte Sperranlage der ganzen Front. Es bestand aus drei Blöcken, wobei der Hauptblock 100 Meter lang und 8 breit war und besaß drei Stockwerke. Die Kasematte bestand aus Beton und war mit behauenen Steinen ummantelt, die von ansässigen Steinmetzen bearbeitet worden waren. Untergebracht waren hier Unterkünfte für die Werksbesatzung, die Küche, die Elektro-Zentrale, der Maschinenraum, Lager und Depots für die Munition. Armiert war es mit vier 10 cm Turmhaubitzen M9, 22 Maschinengewehren Kal. 8 mm M 07 in gepanzerten Kasematten sowie 7 Scheinwerfern, wovon einer einen Durchmesser von 60 cm hatte. Die geplante Werksbesatzung betrug 250 Mann.
Während des ersten Kriegsjahres widerstand es dem heftigem Beschuss (durch drei 280 mm Haubitzen) einer beim Borcolapass in Stellung liegenden italienischen Batterie. Am besagten Pass wurde später ein österreichisch-ungarische Batterie von 24 cm Skoda-Mörsern in Stellung gebracht, die bis zum Kriegsende ein Überschreiten des Passes durch italienische Verbände unmöglich machten. Anfahrt & Zugang Vom Ort Serrada in ungefähr 45 Minuten, vom Passo Coe auf Weg 136 in 40 Minuten zu erreichen.
Informationen zu Veranstaltungen zum Zentenar auf den Hochflächen von Folgaria, Lavarone und Lusern finden sich unter: www.centenario.alpecimbra.it






