ÖFFNUNGSZEITEN
von Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr;
geschlossen: montags an Nichtfeiertagen sowie am 24. 25. und 31. Dezember und am 1. Januar.
Die Artilleriesektion ist von Mai bis Oktober zu besichtigen
Eines der bedeutendsten historischen Museen Italiens, besitzt es r eine umfangreiche Materialsammlung über den 1. Weltkrieg sowie eine Sektion, die der Artillerie gewidmet ist. Es verfügt über ein Archiv und eine Bibliothek, unterstützt Forschungsarbeiten, gibt eigene Publikationen heraus und fördert zahlreiche museumspädagogische Aktivitäten für Schulklassen. Das Museum ist in der Burg von Rovereto untergebracht und stellt eine reichhaltige Sammlung von Waffen aus der Neuzeit aus.
Das Museum wurde 1919 von einigen Bürgern der Stadt Rovereto aus der Taufe gehoben; seitdem wird es von einem Verein getragen. Eingeweiht wurde es am 12. Oktober 1921 durch den italienischen König Viktor Emanuel III. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Interessengebiet auf die Konflikte der Neuzeit, auf die Kolonialkriege und den zweiten Weltkrieg erweitert. Ausgestellt sind Waffen und Uniformen, Fotografien sowie Gemälde, Dokumente und Kriegsandenken. Das Museumsangebot umfasst auch Sonderausstellungen, die Förderung von Forschungsarbeiten, die Veröffentlichung von Schriften historischen und dokumentarischen Inhaltes und die Unterstützung von Filmproduktionen. Untergebracht ist das Museum in der Burg von Rovereto, in der es in Sektionen strukturiert ist. Der Große Krieg (1914-1918) bildet eines der zentralen Themen. Für die vollständige Besichtigung benötigt man ca. 2 Stunden.
SONSTIGE AKTIVITÄTEN UND LEISTUNGEN
Das Museum verfügt über einen gut sortierten Bookshop, in dem die vom Museum herausgegebenen Publikationen über historischen Ereignisse während der zwei Weltkriege im Trentino und die zahlreicher anderer Verlage erworben werden können.
Auf vorherige Anfrage (Tel. 0464 488041) werden geführte Besichtigungen für Gruppen und Schulklassen durchgeführt. Das Museum veranstaltet Konferenzzyklen, Forschungstreffen und Weiterbildungskurse. Archiv und Bibliothek sind nur auf vorheriger Anfrage (Tel. 0464 438100) zugänglich.
BESICHTIGUNGSRUNDGANG
1| Armeen und Soldaten vom Mittelalter bis zur Französischen Revolution
Im Turm Marino sind zwei Säle den Waffen gewidmet, mit denen die Soldaten in Europa zwischen dem Ende des 16. und Anfang des 19. Jahrhunderts ausgerüstet waren. Im Turm Malipiero ist eine Auswahl von Waffen zu sehen, die von der Steinzeit bis ins Hochmittelalter reicht.
2| Waffen und Soldaten des 19. Jahrhunderts
Die Wandlungen in der Kriegsführung und im Waffenwesen von Napoleon I. bis zum 1. Weltkrieg. Vom Steinschlossgewehr bis zum Vorläufer des Maschinengewehrs im amerikanischen Bürgerkrieg und zu den Repetierwaffen.
3| Das Risorgimento im Saal
Die Darstellung des italienischen Risorgimento anhand von Keramiken, Gemälden und Exponaten, die die militärischen Episoden und ihre Darsteller zelebrieren.
4| Der Große Krieg
Die Gründe warum der Konflikt von 1914-1918 als „Großer Krieg“ bezeichnet wurde. Unter den Exponaten das italienische Flugzeug Model Nieuport 10 besonders erwähnt zu werden. Anhand eines Filmes wird gezeigt, was es für die Flieger der damaligen Zeit bedeutete, die Welt zum ersten Mal aus der Vogelperspektive zu sehen.
5| 1918
Das Jahr in dem nach der Niederlage von Karfreit im Oktober 1917 das italienische Heer neoorganisiert werden musste. In den Vitrinen sind unter anderem Uniformen der Armeen zu sehen, die an der italienisch-österreichischen Front eingesetzt waren sowie verschiedene Maschinengewehrmodelle und Archivmaterialien.
6| Das Leben im Schützengraben und die Kriegsgefangenenlager
Gasmasken, Brustpanzer, Drahtscheren, Menschenfallen und weitere Waffen, die im Kampf im Schützengraben eingesetzt wurden. Italienische Kriegsgefangene in den Zeichnungen des Malers Pietro Morando.
7| Propaganda und Sanitätswesen
Mit Drucksachen, die den Propagandakrieg dokumentieren. In dieser Sektion sind auch Exponate aus dem Sanitätswesen zu sehen, darunter ein seltenes Röntgengerät.
8| Die Artillerie des Großen Krieges
Geöffnet von Mai bis Anfang November und untergebracht außerhalb der Burgmauern in einem ehemaligen Luftschutzkeller zu Füßen der Burg. Ausgestellt sind italienische, österreichisch-ungarische, deutsche, französische und englische Minenwerfer, Mörser, Haubitzen und Kanonen aus dem Ersten Weltkrieg. An der unmittelbar danebengelegenen Piazza Podestà steht eine gigantischer österr.-ungar. 30,5 cm Mörser von Skoda.







