ÖFFNUNGSZEITEN
vom 23. März bis 3. November 2019 10-18 Uhr, montags geschlossen;
von Juni bis September, vom 27. bis 30. Dezember und vom 2. bis 6. Januar täglich 10-18 Uhr; am 31. Dezember 10-17 Uhr
Die Wasserburg „La Rocca“ in Riva del Garda ist einer der Sitze des MAG. Neben einer umfangreichen Pinakothek und der archäologischen Sektion widmet sich das Museum in der historischen Abteilung auch den Sperrwerken, die im oberen Bereich des Gardasees errichtet wurden sowie den Ereignissen während des Ersten Weltkrieges. Das Museum betreut Forschungsarbeiten und gibt Publikationen über die Geschichte des Gardasees und seines Umlandes heraus.
Das 1951 gegründete Museum präsentiert einige Säle, die der Geschichte im unteren Sarcatal vom Ende des Mittelalters bis zum Zweiten Weltkrieg gewidmet sind. Ein Teil der Ausstellung stellt den Zeitraum von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg in den Mittelpunkt, als die Gegend an das Königreich Italien angrenzte und österreichischen Obrigkeiten die politische Kontrolle und die militärische Präsenz mit den Bau von Sperrwerken und Kasernen verstärkte.
Der obere Gardasee hat ein Unikum aufzuweisen, da hier alle Festungsbauarten, die zwischen 1861 und zum Beginn des 20. Jahrhunderts von der k.u.k. Monarchie entwickelt wurden, vertreten sind. Anhand von geografischen Karten, Fotografien und Dokumenten wird die militärische Verwaltung des Territoriums und die Geschichte der Sperrwerke San Nicolò und Nago, Sant’Alessandro, der Mittelbatterie, der Werke Garda und Tombio sowie der Straßensperre Ponale illustriert. Die ausgestellten Dokumente zeugen auch von der lebhaften Auseinandersetzung zwischen der sowohl vom Bürgertum als auch von den niederen Klassen getragenen Irridentabewegung und den Regierungsbehörden. Das Museum verfügt über ein Fotoarchiv mit über 5.000 Aufnahmen, die von in Riva del Garda tätigen Fotografen zwischen dem Ende des 19. und der Mitte des 20. Jahrhunderts gemacht wurden.
SONSTIGE AKTIVITÄTEN UND LEISTUNGEN
Das Museum veranstaltet zeitlich befristete Ausstellungen, die sich mit dem Territorium beschäftigen; im Jahre 2007 widmete sich eine Ausstellung unter der Leitung von Luigi Sansoni den Künstlern des Futurismus, die im Freiwilligen Rad- und Autofahrerbataillon auf dem Dosso Casina zu Füßen des Monte Baldo eingesetzt waren. Dem Festungsgürtel des oberen Gardasees sind museumspädagogische Aktivitäten für Schulklassen sowohl im Museum als auch an den ehemaligen Kriegsstätten gewidmet. Das Museum arbeitet mit lokalen Vereinen an Forschungsinitiativen und an der Erschließung des Territoriums mit, dabei werden Konferenzen veranstaltet, geführte Besichtigungen durchgeführt und Informationsmaterial publiziert.







