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Cima Marzola_nell’avvallamento la Sella della Marzola_MGR

ACHTUNG: Im vergangenen Herbst hat ein Sturmtief erhebliche Schäden in den Tälern und Wäldern des Trentino verursacht:  auf zahlreichen Wegen sind die Sturmschäden noch immer nicht oder nur zum Teil beseitigt. Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich vor der geplanten Wanderung mit dem örtlichen Fremdenverkehrsverein oder der lokalen Sektion des Trentiner Bergsteigervereins SAT in Verbindung zu setzen, und Informationen über die Beschaffenheit des Weges einzuholen.
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Bereich: Trient und Umgebung
Ausgangspunkt: Rifugio Maranza, 1072 m
Endpunkt: Rifugio Maranza, 1072 m, höchster Punkt Marzola Nord 1737 m
Gehzeit: 4-5 Stunden
Höhenunterschied: 665 m
Schwierigkeit: Wanderung
beste Jahreszeit: von Mai bis Mitte Oktober
Einkehrmöglichkeit/Unterstände: Rifugio Maranza (Tel 0461 920056); Biwak Malga Nova; Biwak Bailoni

Anhand der Cima Marzola lässt sich sehr gut das komplexe Verteidigungssystem der Stadt Trient erläutern. Die Stadt war strategisch von sehr großer Bedeutung und wurde daher von allen Seiten mit Festungsanlagen geschützt. Die Marzola hatte die Aufgabe eventuelle Vorstöße vom Valsugana mit Hilfe der Sperrwerke Valsorda, Brusaferro und Doss Fornas aufzuhalten. Der Berg schützte außerdem die Stadt vor einem möglichen Beschuss durch die bei Campolom am südlichen Rand der Hochfläche von Folgaria und Lavarone gelegene italienische Artillerie. Nördlich der Batterie Maranza auf 1220 m Höhe lag das Blockhaus Maranza, dass ständig mit Truppen besetzt war.
Die Marzola wurde sehr stark fortifikatorisch ausgebaut und dabei veränderte man – insbesondere zwischen September 1914 und Mai 1915 - mit dem Bau der großangelegten Verteidigunglinie Chegul-Marzola-Maranza auch ihr Landschaftsbild: eine Stellung mit 19 Kilometer langen Schützengräben, 300 Stollen, Stacheldrahthindernissen die eine Fläche von 100.000 qm bedeckten, Geschützstellungen und tausenden von Soldaten.
Der Berg wurde allerdings nie angegriffen und auch wenn der Zahn der Zeit und die Alteisensammler an den ehemaligen Bauten genagt haben, sind noch viele Spuren aus dieser Epoche erhalten geblieben.

WEGBESCHREIBUNG
Die Tour beginnt beim Rifugio Maranza (www.rifugiomaranza.com, Tel. 328 4811438 ), das bequem mit dem Auto von Povo aus über den Passo Cimirlo, hier rechts haltend, erreichbar ist.
Der Weg Nr. 246, der am Rifugio beginnt, führt anfangs ziemlich steil durch den Wald bergauf. Er flacht dann aber ab und ist mühelos zu begehen. Nach etwa einer halben Stunde erreicht man die Malga Nova, wo sich ein immer geöffnetes Biwak befindet. Der Weg setzt sich in Richtung „Chegul“ fort. Die sog. „Stoi“ sind in den Fels getriebene Stollen, die als Unterkünfte und Materiallager zur Verteidigung der sog. Festung Trient dienten. Während des Zweiten Weltkrieges wurden sie auch von einigen Partisanen aus Povo genutzt, als sie sich nach dem italienischen Waffenstillstand mit den Allierten am 8. September 1943 dort versteckten.
Man folgt dem Weg Nr. 411 in Richtung Doss dei Corvi und Cima Marzola und erreicht den Gipfel nach ungefähr 1 Stunde und 20 Minuten Gehzeit. Trotz der insgesamt bescheidenen Höhe genießt man von hier ein durch erwähnenswertes Panorama auf das Valsugana und das Vallagarina. Von der nördlichen Marzola steigt man in 5 Minuten zum Sattel (1692 m) ab, von dem man aus auf Weg Nr. 412 in kürze auf den südlichen Gipfel der Marzola aufsteigen kann (1736 m). Man kann vom Sattel aber auch direkt zurück zum Rifugio Maranza absteigen. In dem Fall folgt man dem Weg Nr. 411. Entlang des Weges 412 trifft man auf zahlreiche Kavernen und gut erhaltene Stellungen. Nach 25 Minuten gelangt zum Gedenkstein für Livio Sartori mit Wegweisern zum Biwak Bailoni. Der Abstieg zum Rifugio Maranza führt durch ein Waldstück mit zahlreichen Kehren. Kurz bevor man am Rifugio anlangt erreicht man eine größere Fläche, an der einst einige Baracken standen und sich die Ruinen des sog. „Ersten Werkes“ befinden.

 

 

 
 

Cima Marzola_dalla cima vista sul lago di Caldonazzo,la Valsugana e in fondo il gruppo dell’Ortigara_MGR