ACHTUNG: Im vergangenen Herbst hat ein Sturmtief erhebliche Schäden in den Tälern und Wäldern des Trentino verursacht: auf zahlreichen Wegen sind die Sturmschäden noch immer nicht oder nur zum Teil beseitigt. Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich vor der geplanten Wanderung mit dem örtlichen Fremdenverkehrsverein oder der lokalen Sektion des Trentiner Bergsteigervereins SAT in Verbindung zu setzen, und Informationen über die Beschaffenheit des Weges einzuholen.
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Ausgangspunkt: Bezzecca
Endpunkt: Bezzecca
Gehzeit: 1 Stunde und 30 Minuten
Höhenunterschied: 50 m
Schwierigkeit: einfach
Beste Jahreszeit: ganzjährig
Beim Besuch von Bezzecca und dem Santo Stefano Hügel begibt man sich auf einen historischen Rundweg, der sich mit der Zeit zwischen dem italienischen Risorgimento und dem 1. Weltkrieg beschäftigt.
TOURBESCHREIBUNG
Die Tour beginnt mit dem Besuch des Garibaldi und dem 1. Weltkrieg gewidmeten Museums, das sich in der Via Lung’Asst Salvatore Greco, 14 befindet. Im Museum sind Ausstellungsstücke aus der Zeit von 1866 und vom Ersten Weltkrieg zu sehen, darunter auch Zeugnisse von der Evakuierung der Zivilbevölkerung des Ledrotales nach Böhmen. Nachdem man das Museum besichtigt hat, geht es im Dorfplatz weiter, Schauplatz der Ereignisse vom 21. Juli 1866, wo Garibaldi laut dem Volksmund seinen berühmten Ausspruch „Obbedisco – Ich gehorche“ gemacht haben soll. Auf dem Platz befindet sich ein Gedenkstein an den während der Schlacht gefallenen Garibaldiner Giovanni Chiassi.
Vom Dorfplatz setzt man den Rundgang in Richtung Santo Stefano Hügel fort. Auf dem Hügel, der auch mit dem topographischen Namen Dos Cerì bekannt ist, liegt die dem Heiligen Stefan geweihte Kirche, die im Jahr 1521 errichtet und während der Kämpfe im dritten italienischen Unabhängigkeitskrieg schwer beschädigt wurde. Sie wurde 1894 restauriert und 1931 in ein Beinhaus verwandelt, in dem die sterblichen Überreste der Gefallenen von 1866 und des Ersten Weltkrieges aufbewahrt sind. In ihr finden im Sommer häufig Ausstellungen statt, die sich mit den kriegerischen Ereignissen im Valle di Ledro beschäftigen. Von der Kirche erreicht man schnell einen ersten Stollen, der zu der von den italienischen Soldaten errichteten Kavernenstellung gehört. Während des Krieges hielten sich auf dem Hügel verschiedene Einheiten auf: Sappeure der Genietruppen der Brigaden Chieti und Valtellina sowie das 45. Bataillon des VII. Bersaglieri-Regimentes. Die Erhebung wurde zu einem Stützpunkt ausgebaut, um eventuelle österreichisch-ungarische Vorstöße aus dem Valle di Concei aufzuhalten. Die Stellungen sind heute gut ausgeschildert und befinden sich in einem sehr guten Erhaltungszustand. Der erste Stollen führt in eine auf der östlichen Seite des Hügels gelegene Stellung, der weitere fünf folgen und die mit Laufgräben verbunden sind. Vom Ausgang der sechsten an der nördlichen Seite und fast auf der Kuppe des Hügels gelegenen Stellung erreicht man das große weiße Marmorkreuz, das 1896 in Erinnerung an die Schlacht von Bezzecca aufgestellt wurde. Am Fuße des Kreuzes befindet sich ein Gedenkstein mit einer italienischen und deutschen Inschrift: „Zum Gedenken an die österreichischen und italienischen Gefallenen der Schlacht vom 21. Juli 1866.” Etwas unterhalb davon erkennt man einen weiteren Gedenkstein, der an die garibaldinischen Gefallenen erinnert und von Mitkämpfern unmittelbar nach den Kämpfen aufgestellt wurde. Diese Gedenktafel wurde im Oktober 1866 von den Österreichern entfernt und am 21. Juli 1919 wieder neu aufgestellt.
Zwischen dem Kreuz und der garibaldinischen Gedenktafel führt eine Treppe zum Eingang eines weiteren Stollens, der an der Wand des Hügels entlanggeht und an der letzten Stellung (die Nummer 6) endet, die man bereits vorher besichtigt hat. Man folgt dem Rundgang und kehrt zum ersten Stollen des ehemaligen Stützpunktes zurück, in dessen Nähe sich eine gedeckte Stellung befindet, die die westliche Seite des Hügels absicherte. Einige Gedenksteine und Monumente erinnern an die Garibaldiner und an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges.
Man kann jetzt wieder zur Kirche und zum Friedhof im Ort über die Via Santo Stefano und die Via Vittorio Emanuele III zurückkehren, oder man folgt vom Hügel dem kurzen zur Piazza Garibaldi führenden Spazierweg. Falls geöffnet, kann man auch über die Treppe des „La Marmora“ Stollens, der Eingang liegt südlich von der Kirche zwischen der Kanone und dem Eingang zum Friedhof, vom Hügel absteigen. Eine Hinweistafel führt zum Eingang dieses 1916 vom 7. Bersaglieri-Regiment erbauten Stollens. Die Wendeltreppe mit ihren 82 Stufen führt wieder an den Fuß des Hügels, an dem die Tour auch endet.








