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La Rocca, vista da una postazione di Mazza di Pichea

ACHTUNG: Im vergangenen Herbst hat ein Sturmtief erhebliche Schäden in den Tälern und Wäldern des Trentino verursacht:  auf zahlreichen Wegen sind die Sturmschäden noch immer nicht oder nur zum Teil beseitigt. Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich vor der geplanten Wanderung mit dem örtlichen Fremdenverkehrsverein oder der lokalen Sektion des Trentiner Bergsteigervereins SAT in Verbindung zu setzen, und Informationen über die Beschaffenheit des Weges einzuholen.
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Ausgangspunkt: Almfläche unterhalb der Malga Trat
Endpunkt: Almfläche unterhalb der Malga Trat
Gehzeit: 3 Stunden
Höhenunterschied: 100 m zur Rocca
Schwierigkeit: Wanderung
Beste Jahreszeit: Sommer

Vom Ort Lenzumo im Valle di Concei fährt man mit dem Auto auf der ausgewiesenen asphaltierten Straße in Richtung Rifugio Pernici und Bocca di Trat bergauf. Kurz vor dem Parkplatz am Ende der Straße stellt man das Fahrzeug bei einer kleinen Hütte in einer Rechtskurve ab und geht zu Fuß weiter. Bei der Hütte erkennt man einen Weg, der in 15 Minuten zum österreichischen Stützpunkt Rocca führt. Entlang eines Laufgrabens erreicht man einen Schützengraben, der sich auf der ganzen Anhöhe (1473 m) entlang zieht. Vom Stützpunkt Rocca kontrollierte man die darunter liegende Cima delle Coste (1093 m), die von italienischen Truppen besetzt war und sicherte zugleich die Gegend um die Malga Trat ab. Wenn man entlang des Schützengrabens entlanggeht trifft man auf Kavernen und Reste ehemaliger Stellungen; im rückwärtigen vom Gegner abgewandten Bereich befanden sich zahlreiche Baracken und Seilbahnen, von denen heute noch die Fundamente aus Zement zu sehen sind.
Nachdem man sich die Rocca angesehen hat, kehrt man zu seinem Fahrzeug zurück und fährt entweder bis zum Parkplatz am Ende der Straße oder geht gleich von hier aus zu Fuß weiter. Ziel ist der Doss de le Fratte, den man nach wenigen Gehminuten auf Höhe einer Spitzkehre erreicht. Diese Anhöhe, von der man das darunter liegende Val da Vai beherrscht, wurde von den Österreichern mit einem Schützengraben und einer kavernierten Stellung fortifikatorisch ausgebaut. Eine weitere Kaveren, mit einem im rückwärtigen Bereich liegenden Eingang und drei weiteren Eingängen, die direkt vom Schützengraben zu erreichen waren, diente als Unterstand für die Besatzung des Stützpunktes.
Die Schützengräben auf der Rocca und auf dem Doss de le Fratte wurden vor kurzem restauriert. Nachdem man wieder weiter gewandert ist, erreicht man die Malga Trat und nach weiteren 20 Minuten den gleichnamigen Sattel Bocca di Trat. Während des Krieges befand sich hier ein wichtiger logistischer Umschlagplatz, der von einer Seilbahn versorgt wurde, deren Talstation bei der Malga Pranzo lag. Kleinere Seilbahnen führten von diesem Sattel zu den nahegelegenen Stellungen.
Von der Bocca di Trat sieht man das nur wenige Gehminuten entfernte Rifugio Nino Pernici (benannt nach einem Trentiner Kriegsfreiwilligen, der am Monte Mrzly fiel). Wenn man auf dem Weg fortschreitet, der zur Mazza di Pichea ansteigt, erkennt man Reste eines Schützengrabens, der sich an der südlichen Bergflanke entlang zog und an dem auch Kavernen und Stellungen lagen. Dieses Grabensystem wurde von einer in Kavernen untergebrachten Geschützbatterie verteidigt. Ein Wegabzweig führt zur Kaverne Riccabona (30 Minuten vom Sattel), in der eine Gedenktafel angebracht ist, die an den Kaiserjägerhauptmann Ludwig Riccabona erinnert, der 1916 der Abschnittskommandant an der Bocca Trat war und später auf den Pasubio verlegt wurde.
Der Besuch der Rocca, des nahegelegenen Doss de le Fratte und der Kaverne Riccabona erfordert ca. zweieinhalb Stunden.

Eine mögliche Tourvariante, die für alle gut Trainierten geeignet ist, startet etwas unterhalb der Malga Trat. Anstatt zur Malga Trat zu gehen, geht man in südlicher Richtung auf einer Fortstraße weiter, die zum sog. „Sentiero delle Vacche“ führt. Nach einer einstündigen Wanderung auf diesem Weg steigt man auf den Bergkamm des Monte Cart, der komplett von Schützengräben durchfurcht ist. Nachdem man sich die dortigen Kriegsbauten angesehen hat, steigt man zur Bocca di Saval ab, die während des Krieges ebenfalls ein wichtiger logistischer Knotenpunkt war und wo sich die Reste von Baracken, Kavernen und eines Feldlazarettes befinden. Von der Bocca di Saval schreitet man auf einem der Front abgewandten Weg, auf dem man auf kavernierte Unterstände trifft fort und erreicht nach ca. einer Stunde erst das Rifugio Nino Pernici (1660 m), das auf den Barackenresten des einstigen logistischen Umschlagplatzes der Österreicher errichtet wurde, und anschließend die Bocca di Trat. Dieser Weg ist auch aufgrund der reichhaltigen Flora und seiner Geologie von Interesse.
Diese Variante erfordert zusätzliche 3 Stunden Gehzeit und hat einen Gesamthöhenunterschied von 450 m.

LITERATURHINWEISE
Deutschsprachige Literatur
Dario Colombo: I Kaiserjäger in Val di Ledro. Die Kaiserjäger im Ledrotal, Trento, o.J.

 

 
 

Le guglie rocciose di Mazza di Pichea, sullo sfondo il Cadria