ACHTUNG: Im vergangenen Herbst hat ein Sturmtief erhebliche Schäden in den Tälern und Wäldern des Trentino verursacht: auf zahlreichen Wegen sind die Sturmschäden noch immer nicht oder nur zum Teil beseitigt. Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich vor der geplanten Wanderung mit dem örtlichen Fremdenverkehrsverein oder der lokalen Sektion des Trentiner Bergsteigervereins SAT in Verbindung zu setzen, und Informationen über die Beschaffenheit des Weges einzuholen.
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Ausgangspunkt: Parkplatz Coel (neben dem Kreisverkehr in Nago)
Endpunkt: Parkplatz Coel
Gehzeit: 2 Stunden und 30 Minuten
Höhenunterschied: 300 m
Schwierigkeit: Wanderung
Beste Jahreszeit: ganzjährig
Historischer Rundweg entlang der wichtigsten Stellungen der vordersten österreichisch-ungarischen Frontlinie während des Ersten Weltkrieges am Monte Corno di Nago, dem sog. Stützpunkt Perlone und die Busa dei Capitani. Dabei geht es auch durch die mit Kastanien- und Olivenhainen gekennzeichnete Landschaft des oberen Gardasees hindurch, mit herrlichen Ausblicken auf den See.
Das Areal wurde vom Verein „Un Territorio Due Fronti – Ein Territorium Zwei Fronten“ gesäubert und instandgesetzt. Seit Jahren schon beschäftigt man sich auf freiwilliger Basis mit der Restauration und Instandsetzung von Kriegsstätten aus dem Großen Krieg in den Gemeinden Nago, Mori, Brentonico und Ronzo (weitere Informationen zu den Aktivitäten des Vereins finden sich hier www.unterritorioduefronti.com, facebook: un territorio due fronti).
TOURBESCHREIBUNG
Nachdem in Nago am Parkplatz Coel das Auto abgestellt hat, geht man zurück zum Kreisverkehr und biegt dann rechts in Richtung Hotel Nido d’Aquila ab, ein rot-weißer Wegweiser zeigt die Richtung an, der man folgt. Es geht auf der Straße weiter, bis man an einer Kreuzung auf ein Schild stößt, auf dem die Wege der Umgebung angegeben sind. Man biegt hier auf den rechter Hand liegenden Saumweg ab. Es geht gleich bergauf durch den Wald bis man auf einer Anhöhe anlangt und der Weg in Nähe des Kastanienhaines von Nago wieder zur Mulattiera wird. Entlang des Weges weist ein Schild zum Besuch einer schönen Schießschartenstellung hin, von der man den Ort Nago dominiert und von der sich auf dem Rückweg aus das Grabensystem Ago besichtigen lässt. Im Bereich des Kastanienhaines sind auch andere Kriegsbauten aus dem Ersten Weltkrieg anzutreffen, wie der sog. „Stol“ (eine als Depot genutzte Kaverne), Mauern und Schützengräben. Man folgt der Forststraße und lässt das Schild des Kastanienhaines hinter sich. Bei einer Zisterne erreicht man eine Weggabelung. Hier erkennt man einen alten Saumweg, der in der Vegetation verschwindet. Es geht rechts auf der Forststraße in Richtung eines Parkplatzes weiter. Vom Kastanienhain kann man auch einen kürzeren Weg einschlagen: man folgt links nicht der Forststraße, sondern hält sich rechts auf einem Weg, der kurz vor dem besagten Parkplatz wieder auf die Forststraße führt.
Am Parkplatz angelangt, biegt man auf die Mulattiera in Richtung Busa dei Capitani ab, dabei darauf achtend, dass man auf einen rechts abgehenden Weg abbiegt, der zum Stützpunkt Perlone führt. Hier kann man einen langen in den Fels gegrabenen Stollen besichtigen mit Stellungen, die in Richtung Tal ausgerichtet sind und einer wunderschönen Treppe, die dank der Arbeit von Freiwilligen restauriert wurde. Von der vor dem Stollen liegenden Wiese hat man einen atemberaubenden Ausblick auf den Gardasee. Während sehr klarer Tage kann man von hier aus sogar Sirmione am anderen Ende des Sees ausmachen.
Es geht auf dem Weg über die Stellung hinaus weiter, an einem Jägersitz vorbei bis zum SAT-Weg 637 mit seinem steinigen Untergrund. Hier führt ein kurzer Umweg zum Schützengraben della Salina, der perfekt erhalten geblieben ist und von dem man einen weitläufigen Ausblick auf das Tal hat. Nachdem man wieder zurückkehrt ist, geht es in nördlicher Richtung auf dem durch den Wald führenden Weg weiter. Man kommt an einer Lichtung mit einem Jägerstand vorbei, bis man an einen Abzweig mit einem Holzschild anlangt, das in Richtung Prà delle Cornale weist. Dieser Richtung folgt man und es geht nun bergab an Resten von Unterkünften und anderen Kriegsbauten vorbei. Nun geht es flach weiter in einem Waldstück mit Kastanien und Haselnüssen bis man an einem vorzeitlichen Steinrutsch mit großen Felsblöcken anlangt, der von den Militärs als natürlicher Unterstand während des Krieges genutzt wurde. Wenn man dem Weg weiter geradeaus folgt, erreicht man die sog. Busa dei Capitani, die vor kurzem restauriert wurde und an der sich ein Befehlsstand befand, der als Besonderheit die Bildnisse von Kaiser Franz Joseph und Erzherzog Karl von Habsburg mit deren Unterschriften darunter aufweist.
Es geht nun auf dem gleichen Weg zurück, dabei folgt man den Wegweisern in Richtung Prà delle Cornale bis man wieder am ersten Parkplatz anlangt. Man biegt von hier auf den SAT Weg 637 ab, der am Grabensystem Ago vorbeiführt. Dieses besteht aus zwei langen Schützengräben und einem kavernierten Unterstand, die perfekt erhalten geblieben sind. Es geht nun weiter bergab, bis man in Nago in der Nähe des Hotel Continental anlangt. Weiter geht es durch die Via Stazione bis zur Staatsstraße 240, von der man zum Ausgangspunk der Tour zum Parkplatz zurückkehrt.










