MONTE ZUGNA – DER TRINCERONE UND PASSO BUOLE
ACHTUNG: Im vergangenen Herbst hat ein Sturmtief erhebliche Schäden in den Tälern und Wäldern des Trentino verursacht: auf zahlreichen Wegen sind die Sturmschäden noch immer nicht oder nur zum Teil beseitigt. Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich vor der geplanten Wanderung mit dem örtlichen Fremdenverkehrsverein oder der lokalen Sektion des Trentiner Bergsteigervereins SAT in Verbindung zu setzen, und Informationen über die Beschaffenheit des Weges einzuholen.
Laden Sie die App herunter
Bereich: Vallagarina
Ausgangspunkt: Rifugio Coni Zugna, 1617 m
Endpukt: Rifugio Coni Zugna 1617 m, höchster Punkt Monte Zugna 1864 m, (Passo Buole, 1438 m),
Gehzeit: 5 Stunden
Höhenunterschied: 500 m
Schierigkeit: Wanderung
Beste Jahreszeit: Frühjahr-Herbst
Einkehrmöglichkeit: Rifugio Coni Zugna, Tel. 0464 917959
Auf dem Monte Zugna spielten sich im Krieg entscheidende Kämpfe für den südlichen Frontabschnitt ab. Man kann auf dieser Exkursion aus der Nähe die damaligen Abläufe währen der Offensive von 1916 sowie der am Passo Buole ausgetragenen Schlacht, die von der italienischen Presse als die „Thermophilen Italiens“ bezeichnet wurde, nachvollziehen.
Der Monte Zugna trennt mit seinem Bergrücken in Längsrichtung das südliche Trentino und liegt genau zwischen zwei wichtigen Nord-Süd Hauptverbindungen: dem Lagarinatal und dem Vallarsa. General Conrad erkannte bereits, dass das Vallarsa einer besten Zugänge für einen Vorstoß nach Italien darstellte. Wenn man auf den Gipfel des Monte Zugna anlangt, bemerkt man sofort seine große strategische Bedeutung mit Blick auf den Passo Pian delle Fugazze und der sich dahinter öffnenden venezianischen Tiefebene mit Vicenza, während auf der Seite im Lagarinatal sich der Zugang in Richtung Verona abzeichnet.
Die Österreicher gaben den Monte Zugna 1915 auf. Während der Frühjahrsoffensive 1916 wurden sie auf Kote 1419 auf Höhe der italienischen Trincerone-Stellung zum Stehen gebracht. Die kaiserliche Armee entschloss sich daraufhin, diese Hindernis zum Umgehen und die italienischen Truppen in deren Rücken anzugreifen, um sie dadurch vom Nachschub abzuschneiden und die italienische Artillerie, die vom Zugna aus das Vallarsa kontrollierte, auszuschalten. Aus diesem Grund beschoss ihre Artillerie den Passo Buole sieben Tage lang vom 22. bis 29. Mai 1916. Die darauffolgenden Infanterieangriffe richteten sich gegen den zwischen der Cima Selvata und der Cima Mezzana gelegenen Raum, die auf den heftigen Widerstand der Brigaden Taro und Sicilia trafen und die trotz starker numerischer Unterzahl alle Angriffsversuche abwehren konnten.
TOURBESCHREIBUNG
Von Rovereto aus folgt man der Provinzstraße 89, die in Richtung Gefallenenglocke ansteigt. Nach ca. 6 Kilometern erreicht man den Ort Albaredo. Hier biegt man rechts ab und folgt den Wegweisern in Richtung Rifugio Monte Zugna. Wenn man auf dieser alten, mittlerweile asphaltierten, Militärstraße hinauf fährt erreicht man den Bereich der „Trincerone-Kopfstellung“. Hier kann man das Fahrzeug in der Nähe einer Hinweistafel abstellen.
Dank eines von der Stiftung „Parco Botanico del Cengio Alto“ geförderten Projektes, wurden die ehemaligen Stellungen von der Vegetation und vom Schutt befreit. Zudem wurden zahlreiche illustrierte Informationstafeln aufgestellt. Der Rundweg ist in ca. einer Stunde ohne Schwierigkeiten zu begehen.
Er beginnt im ehemaligen österreichisch-ungarischen Frontbereich: man betritt Lauf- und Schützengräben, man sieht Reste von Beobachtungs- und MG-Ständen. Nachdem man ein Stück auf der asphaltierte Straße entlang gegangen ist, durchschreitet man das ehemalige Niemandsland und erreicht die italienischen Linien. Die italienische „Trincerone-Stellung“, die die Hauptwiderstandslinie während der österreichisch-ungarischen Offensive im Mai 1916 bildete, war durch den Artilleriebeschuss fast vollständig ausgelöscht worden: sie wurde nun zum Teil rekonstruiert, um ihre Form und Funktion zu zeigen. Nachdem man durch die Gräben und das italienische Stellungssystem gegangen ist, wendet sich der Rundgang wieder den österreichisch-ungarischen Linien zu, wo in einer Metallstruktur, die einem Schützengraben nachgebildet ist, einige Informationstafeln angebracht sind, die den Aufbau und der Verlauf der Front in diesem Bereich erklären.
Nachdem man zu seinem Auto zurückkehrt ist, fährt man einen weiteren Kilometer bergauf, bis man am Abzweig zum Friedhof San Giorgio anlangt, den man in wenigen Minuten zu Fuß erreicht. Wieder am Auto angelangt, fährt man kurz bis zum Rifugio Monte Zugna weiter, wo man parken kann.
Vom Rifugio aus folgt man dem Weg 115, der bergauf an einer Kapelle vorbeiführt bis zum sog. Friedenspark, einer Mulde mit den Resten von Kriegsbauten und einem großen Auffangbecken für das Regenwasser, welches von den k.u.k. Truppen angelegt, aber 1915 aufgegebenen wurde. Zu sehen sind auch Reste von Kriegsbauten, die in der Folgezeit von den Italienern errichtet wurden. In wenigen Minuten erreicht man von hier aus den Gipfel des Monte Zugna, auf dem sich ein Beobachtungsstand und zahlreiche Spuren von Schützengräben und ehemaligen Stellungen befinden.
Zum Friedenspark zurückgekehrt, geht es in südlicher Richtung auf dem Weg 115 weiter. Dabei kommt man an zahlreichen Kavernen und ehemaligen Artilleriestellungen vorbei. Der Ausblick von hier auf das Etschtal ist einmalig. Nach ungefähr einer Stunde und zwanzig Minuten Gehzeit erreicht man den Passo Buole, nachdem auf dem Weg dorthin an der Coni Zugna und der Cima Salvata vorbeigegangen ist. Am Passo Buole befinden sich Reste von Laufgräben, Baracken, Soldatenfriedhöfen, eine Kapelle und ein Gedenkobelisk, der den Infanteristen aus Parma gewidmet ist, die den Pass während der österreichischen Angriffe im Mai 1916 verteidigten.
Der Rückweg erfolgt auf dem gleichen Weg, den man beim Hinweg benutzt hat.
Per le escursioni in Vallagarina sono disponibili alcuni utili strumenti.
La guida “I luoghi della Grande Guerra in Vallagarina” viene distribuita gratuitamente presso il Museo Storico Italiano della Guerra di Rovereto e all'info point dell’Azienda per il turismo Rovereto e Vallagarina (scarica qui la versione pdf).
La mappa escursionistica “Vallagarina. I luoghi della Prima guerra mondiale” è una carta topografica realizzata da 4Land in vendita presso il bookshop del Museo della Guerra di Rovereto e l'Info Point dell'Apt di Rovereto al costo di 4 euro.
E' disponibile una versione digitale gratuita della mappa per dispositivi mobili. Per ottenerla è suffciente scaricare gratuitamente l’applicazione Pdf Maps e poi cliccare qui.

LITERATURHINWEISE
Deutschsprachige Literatur
Hans-Dieter Hübner: Unterwegs auf historischen Spuren. Wanderungen und Exkursionen zu den Schwerpunkten der österreichisch-ungarischen Südtiroloffensive 1916. Band 1 Rund um den Pasubio, Norderstedt, 2010.
Oswald Mederle: Auf den Spuren der Tiroler Front. Wanderungen zu den Kriegsschauplätzen 1915 - 1918, Bozen, 2013.
Italienischsprachige Literatur
Giovanni Barozzi, Ombre in Zugna, 1914-1918, Museo Storico Italiano della Guerra, Rovereto 1986
Tiziano Bertè, Guerra di mine sul Monte Zugna “Trincerone” (1915-1918), Museo Storico Italiano della Guerra, Rovereto 2013
Tiziano Bertè, Passo Buole: termopili d’Italia, con il contributo di Otto Tomasoni, Stella, Rovereto 2003
Claudio Gattera, Tiziano Berté, Marcello Maltauro, Le Piccole Dolomiti nella guerra 1915-1918: dalla Vallarsa alla Val Lagarina, dal Carega ai Coni Zugna, Rossato, Valdagno (Vicenza) 2000








