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Sorasass_Gorfer

ACHTUNG: Im vergangenen Herbst hat ein Sturmtief erhebliche Schäden in den Tälern und Wäldern des Trentino verursacht:  auf zahlreichen Wegen sind die Sturmschäden noch immer nicht oder nur zum Teil beseitigt. Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich vor der geplanten Wanderung mit dem örtlichen Fremdenverkehrsverein oder der lokalen Sektion des Trentiner Bergsteigervereins SAT in Verbindung zu setzen, und Informationen über die Beschaffenheit des Weges einzuholen.
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Bereich: Trient
Ausgangspunkt: Cadine, Parkplatz Fer de Caval
Endpunkt: Cadine, Parkplatz Fer de Caval
Gehzeit: 3 Stunden
Höhenunterschied: 300 m
Schwierigkeit: einfache Wanderung
Beste Jahreszeit: ganzjährig
Einkehrmöglichkeiten: /

 

Der Monte Sorasass bietet sich für eine leichte und aussichtsreiche Rundtour an . Sieben Kilometer, die auch mit dem MTB zurückgelegt werden können und auf denen man noch zahlreiche von der k.u.k. Armee zur Verteidigung Trients errichtete Bauten und Zeugnisse entdecken kann. Während die nahegelegene Straßensperre Bus de Vela zwischen 1860 und 1861 errichtet wurde, wurde der Infanteriestützpunkt Sorass zwischen 1914 und Anfang 1915 erbaut.
Der unmittelbarste Zugangsweg bildet die von Cadine ausgehende Militärstraße. Entlang der Strecke trifft man auf sog. Stoi (Kavernen, die als Unterstände für die Soldaten und als Lager dienten), Schützengräben, Gewehrschießstände und Artilleriestellungen. Alle in aussichtsreicher Lage mit eindrucksvollen Ausblicken auf Trient und das Etschtal. Die hier gelegenen Bauten waren Ziel eines Qualifizierungsprojektes des Forstamtes von Sopramonte.

TOURBESCHREIBUNG
Von Trient geht aus auf der Staatsstraße 45 nach Cadine. Im Ortszentrum biegt man rechts ab und folgt den Wegweisern zum Sportplatz und zum Parkplatz Fer de Caval, der in einer Sackgasse liegt. Zu Fuß geht es auf der westlichen Seite des Sorasass bergauf, in dem man sich rechts hält und einer sehr gut erhaltenen alten Militärstraße folgt. Die Straße führt in leichtem Anstieg zur Lokalität „Ventitre Pini“ auf 602 m Höhe. Der Name leitet sich aus der von den Österreichern durchgeführten Rodung ab, als man beim Bau der Stellungen und Lager 23 Kiefern verschonte, die man zur Tarnung der Anlagen nicht abholzte.
Nachdem man die Lokalität „Quattro Strade“ hinter sich gelassen hat, erreicht man die sog. „Pozza dei Pini“, wo deutliche Spuren des österreichischen Infanteriestützpunktes erhalten geblieben sind. Hier stößt man auch auf den von Vela kommenden Weg 627. Ein Abzweig kurz darauf führt zu einer österreichischen Gewehrstellung. Diese besteht aus einem circa 40 Meter langen Stollen, der über ein Wachlokal und elf Gewehrschießscharten einschließlich der Ablagen für die Munition verfügt. Die zwei Ebenen der Anlage waren mit Treppen verbunden, während sich darüber eine Mörserstellung befand.
Von der Gewehrstellung gelangt man zur eigentlichen Strecke zurück, in dem man einer deutlichen Wegspur folgt, die zurück zur Straße führt, nachdem man an einigen während der Kriegszeit als Truppenunterstände und Lager genutzten Kavernen vorbeigekommen ist. Die senkrecht zum Etschtal abfallende Straße bietet interessante Ausblicke. Nachdem man an einer Hütte (Baita Laura) vorbeigegangen ist, erreicht man die Lokalität „Pontesel“ (der aus dem Dialekt stammende Name steht für Balkon-Terrasse), an der zahlreiche Spuren und Bauten aus der Zeit des Großen Krieges vorzufinden sind, darunter die Bettungen der Flugabwehrstellungen. Es handelt sich hierbei, um einen spektakulären senkrecht über dem Tal gelegen Aussichtspunkt, unter dem sich auch zwei Kavernenbatterien befinden, die über einen ausgesetzten, aber mit Drahtseilen gesicherten Steig erreichbar sind. In einem der beiden Stollen wurde ein Ofen und ein Lagerstätte aus Holz eingerichtet sowie eine Abdeckung aus Kork angebracht, in der Weise, wie es hier damals ausgesehen haben muss, als hier Soldaten untergebracht waren.
Nach der Lokalität „Pontesel“ wendet sich der Weg wieder der Bergseite zu, es geht an einem ehemaligen Kalkofen (zum Brennen von Kalk) vorbei, bis man wieder am Parkplatz anlangt.

LITERATURHINWEISE
Italienischsprache Literatur
- Giuseppe Gorfer, Il Sorasass e il suo percorso storico e naturalistico, Trento, Effe e Erre 2001
- Luca Biasi, Sui monti di Trento: Bondone, Tre Cime, Soprassasso, Paganella, Trento, Ed. Panorama 1999

 

 
 

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