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Galleria sul Sasso Gambarile

ACHTUNG: Im vergangenen Herbst hat ein Sturmtief erhebliche Schäden in den Tälern und Wäldern des Trentino verursacht:  auf zahlreichen Wegen sind die Sturmschäden noch immer nicht oder nur zum Teil beseitigt. Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich vor der geplanten Wanderung mit dem örtlichen Fremdenverkehrsverein oder der lokalen Sektion des Trentiner Bergsteigervereins SAT in Verbindung zu setzen, und Informationen über die Beschaffenheit des Weges einzuholen.
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Ausgangspunkt: Oltrebrenta di Villa Agnedo (330 m)
Endpunkt: Sasso Gambarile (556 m)
Höhenunterschied: circa 230 m
Gehzeit: 1 Stunde und 30 Minuten
Schwierigkeit: leicht
Beste Jahreszeit: ganzjährig

Der Sasso Gambarile ist eine isoliert stehende Felsformation, die sich auf der hydrographisch rechten Seite des Flusses Brenta befindet. Vormals wegen seiner Form als „der Finger“ bezeichnet, wurde der Fels während des Krieges nach dem italienischen Offizier benannt, unter dessen Leitung er als Stellungssystem ausgebaut wurde.

TOURBESCHREIBUNG
Die Tour beginnt in der Lokalität Oltrebrenta in Villa Agnedo. Nachdem man das Auto in der Nähe der Kreuzung zum Agritur Prà dei Pezi geparkt hat, geht es zu Fuß in östlicher Richtung weiter, bis man auf die erste rechte Seitenstraße abbiegt (Lokalität Brustolae, Schilder zum Sasso Gambarile). Man läuft zuerst auf Asphalt und dann auf Schotter, an jeder Kreuzung befinden sich Wegweiser. Nach ungefähr 20 Minuten Gehzeit und einem kurzen bergab führenden Wegstück, gelangt man an einen Abzweig an dem sich keine Hinweisschilder befinden. An dieser Stellte begibt man sich auf die zunächst steil ansteigende Straße, deren Steigung aber bald wieder nachlässt und mit einer Reihe von Kehren durch den Wald führt. Nach weiteren 20 Minuten erreicht man den Wandfuss des Sasso Gambarile, an dem sich eine Bank befindet, die dazu einlädt anzuhalten und wieder zu Atem zu kommen.

Diese bis 1916 nicht in Betracht gezogene Felsformation gewann während der österreichischen Frühjahrsoffensive sehr an Bedeutung. So festigte sich die vorderste italienische Frontlinie entlang des Bergrückens, der mit dieser Anhöhe abschließt und die in einen Hauptstützpunkt des Verteidigungsriegels rechts des Brenta verwandelt wurde. Es wurden hier MG- und Artilleriestellungen geschaffen, Schützengräben ausgehoben, Kavernen gebohrt, die als Unterstände für Truppen und als Materiallager dienten sowie eine Scheinwerferstand errichtet. Der Stützpunkt wurde über eine Wasserleitung mit Wasser versorgt, während zwei Generatoren die Stromversorgung übernahmen und eine Telefonzentrale die Verbindungen nach außen aufrecht erhielt. Hier lag auch das Abschnittskommando des hier eingesetzten Bataillons. Ein gedeckter Laufgraben verband die Anlage mit dem Trincerone in Ospedaletto. Im Wald östlich der vordersten Linie entstanden Küchen-, Unterkunft- und Lagerbaracken, die von der Vegetation vor feindlicher Sicht geschützt lagen.

Es empfiehlt sich, den Stützpunkt vom Fuß der Wand aus zu besichtigen. Der Stollen, der sich ganz am unteren Rand befindet ist der längste. Er ist nicht einsturzgefährdet, aber relativ niedrig, so dass es sich lohnt einen Helm und natürlich Taschenlampen mitzunehmen. Am Anfang führen drei Seitenstollen jeweils zu Schießscharten, während der zweite Stollenabschnitt keine Öffnungen nach außen hin aufweist und nach mehreren Metern endet. Eventuell trifft man hier auf schlafende Fledermäuse, die bitte nicht durch Schreie oder Licht aufgeschreckt werde sollen. Fledermäuse sind sehr sensible Tiere und absolut harmlos.
Weiter oben befindet sich ein weiterer Stolleneingang, der zu zwei größeren Aushöhlungen führt. In der rechten führt ein Schacht senkrecht nach oben zu einem anderen Stollen, dessen Eingang von außen zu erkennen, aber nicht zu erreichen ist. Der Weg führt weiter bergauf an weiteren Kavernen vorbei. Am Ende erreicht man einen kleinen Sattel an dem sich mehrere Bänke befinden. Der rechts liegende Stollen führt zu einer Schießscharte, von der man eine schöne Aussicht auf das Tal und auf die westliche Lagoraikette hat. Wenn man vorsichtig den mit Drahtseilen gesicherten Steig folgt, erreicht man die Spitze des Sasso Gambarile. Auch hier sichern Drahtseile den Standort ab. Die Aussicht von hier oben ist spektakulär.
Der Abstieg erfolgt auf der anderen Seite des Bergrückens, auf einem Weg mit engen Spitzkehren (vom kleinen Sattel aus folgt man den Wegweisern in Richtung Prà dei Pezi). Nachdem man nach einigen Minuten eine Forststraße erreicht hat, folgt man dieser schnell bergab führenden Straße und ignoriert sämtliche Wegweiser. In Kürze stößt man wieder auf den Hinweg, dem man wieder bis zum Parkplatz folgt.

 

 
 

Galleria sul Sasso Gambarile
Panorama da una feritoia del Sasso Gambarile