Attenzione! Abilita i javascript nel tuo browser per una completa visualizzazione del sito
Forte Dosso del Sommo_il primo blocco casematte_MGR

ACHTUNG: Im vergangenen Herbst hat ein Sturmtief erhebliche Schäden in den Tälern und Wäldern des Trentino verursacht:  auf zahlreichen Wegen sind die Sturmschäden noch immer nicht oder nur zum Teil beseitigt. Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich vor der geplanten Wanderung mit dem örtlichen Fremdenverkehrsverein oder der lokalen Sektion des Trentiner Bergsteigervereins SAT in Verbindung zu setzen, und Informationen über die Beschaffenheit des Weges einzuholen.
Laden Sie die App herunter

Bereich: Hochflächen von Folgaria, Lavarone und Lusern
Ausgangspunkt: Passo Coe, 1610 m
Endpunkt: Werk Serrada/Forte Dosso del Sommo, 1672 m
Gehzeit: 2 Stunden
Höhenunterschied: 62 m
Schwierigkeit: einfache Wanderung
Einkehrmöglichkeiten: Rifugio Baita Tonda, Tel. 0464 721378

Es gibt zahlreiche Gründe, die für die diese schöne Halbtagestour sprechen. Genannt seien insbesondere die schöne Naturlandschaft und die Besichtigung des technisch modernsten Sperrwerkes aller auf den Hochflächen errichteten Festungen: die von den Österreichern als Werk Serrada bezeichnete Anlage (im Ital. als Forte Dosso del Sommo oder Forte Dosso delle Somme bezeichnet). Von diesem Werk wurde am 15. Mai 1916 die ersten Granaten während des Einschießens bei der Frühjahrsoffensive, die im Italienischen auch als Strafexpedition bezeichnet wird, abgefeuert.
Das was heute noch zu sehen ist, sind die Reste einer durch die italienische Artillerie während des Krieges und vor allem bei der 1936 vollzogenen Demontage der verbauten Stahlträger sehr stark in Mitleidenschaft gezogenen Anlage. Aus diesem Grund ist auch eine Erkundung der Innenräume sehr gefährlich.
Zwischen 1911 und 1914 errichtet, besaß das Werk eine 7 km lange von Serrada kommende Armierungsstraße – die auch heute noch zu Fuß oder mit dem MTB benutzt werden kann. Es war mit 10 cm Haubitzen unter drehbaren Panzerkuppeln sowie 22 Maschinengewehrständen armiert und verfügte außerdem über einen gepanzerten Beobachtungsstand und einen starken Scheinwerfer.
Die Anlage war in drei voneinander getrennten Blöcken aufgegliedert mit einem ersten Block, der als Unterkunfts- und als Versorgungsbereich diente. Ein 65 m langer Stollen verband diesen mit dem zweiten Block, der mit Panzerkuppeln und einem Beobachtungsstand bestückt war. Der letzte Teil des Werkes war mit den anderen zwei Bereichen ebenfalls über einen Stollen verbunden, der zudem über 200 Stufen verfügte und beherbergte Maschinengewehrstände und 7 cm Kasemattenkanonen.
Um die italienische Artillerie in die Irre zu leiten, waren auf der Richtung Fondo Piccolo gewandten Seite Blechabdeckungen und falsche Kuppeln angebracht worden

TOURBESCHREIBUNG
Kurz bevor man den Passo Coe erreicht, stellt man sein Fahrzeug auf einem auf der rechten Straßenseite beim Abzweig zum Rifugio Camini liegenden Parkplatz ab. Man schlägt den Weg in Richtung Baita Tonda und Dosso della Martinella ein.
Gleich zu Beginn stößt man auf eine neu errichtete Kapelle, die den Kriegsgefallenen vom 18. Jahrhundert bis heute gewidmet ist. Sie ist einen Besuch wert und wurde an einer Stelle errichtet wurde, an der es zwischen Mai 1915 und Mai 1916 zu heftigen Kämpfen kam. In ihrem Innenraum befinden sich ein Kreuz und drei Holzfiguren, die von Holzschnitzern aus dem Grödnertal geschaffen wurden und die für die zwischen 1700 und 1914 gefallenen Schützen, für die zwischen 1914 und 1918 gefallenen Kaiserjäger und schließlich für die zwischen 1940 und 1945 Gefallenen aller Einheiten stehen, welche in der Figur eines Alpino repräsentiert werden.
Nachdem man wieder weitergegangen ist, erreicht man in Kürze den Dosso della Cargadone (1590 m) von dem der Blick auf das Valle di Terragnolo, den Passo della Borcola, die Pasubiogruppe und den Col Santo frei wird. Man folgt ab hier dem Weg 136, der in circa 30 Minuten in leichtem auf und ab zum Sperrwerk führt. Die Anlage taucht unvermittelt vor einem auf, da sie sich bestens an den Berg anpasst und von dieser Seite fast unsichtbar ist. Zahlreiche Granattrichter kennzeichnen die umliegende Landschaft.
Nachdem man sich das Werk von außen angesehen hat, kann man über weite Almflächen in Richtung Rifugio Baita Tonda weitergehen. Nach einer kurzen Pause im Rifugio kehrt man ein kurzes Stück zurück und biegt nach circa 300 Metern auf eine Straße ab (im Winter als Verbindungspiste genutzt), die seicht zum Fondo Picolo abfällt. Hier quert man den großen Platz vor den beiden Hotels und steigt kurz die Skipisten bergauf bis man wieder an der Kapelle und am Parkplatz anlangt.

LITERATURHINWEISE
Deutschsprachige Literatur
Erwin Anton Grestenberger: k.u.k. Befestigungsanlagen in Tirol und Kärnten 1860-1918, Wien, 2000.
Rolf Hentzschel: Österreichische Gebirgsfestungen im Ersten Weltkrieg. Die Hochebenen von Folgaria und Lavarone, Bozen, 1999.
Rolf Hentzschel: Festungskrieg im Hochgebirge. Der Kampf um die österreichischen und italienischen Hochgebirgsforts in Südtirol im Ersten Weltkrieg, Bozen, 2009.
Hans-Dieter Hübner: Unterwegs auf historischen Spuren. Wanderungen und Exkursionen zu den Schwerpunkten der österreichisch-ungarischen Südtiroloffensive 1916. Band 2 Auf den Hochebenen von Folgaria und Fiorentini, im Laghibecken und im Posinatal, Norderstedt, 2013.

Italienischsprachige Literatur
A. Zandonati, Passo Coe 1915-1916: la Grande Guerra sugli Altipiani, Panorama, Trento, 2004
F. Larcher, Folgaria Magnifica Comunità, Comune di Folgaria, 1995
T. Liber, Ugo Leitempergher, (a cura di), 1914-1918, La Grande Guerra sugli Altipiani, Gino Rossato editore, Vicenza, 1988
A. Forrer, Guida lungo la fronte austroungarica e italiana sugli altipiani di Folgaria Lavarone Luserna e Tonezza del Cimone, Ed. Manfrini, Rovereto, 2003
F. Larcher, Folgaria, Lavarone, Luserna: Guida agli Altipiani trentini, Euroedit, Trento, 2008

 
 

Forte Dosso del Sommo_cunicolo del primo blocco casematte_MGR
Forte Dosso del Sommo_Forte Sommo Alto visto dal Dosso della Martinella_MGR