ACHTUNG: Im vergangenen Herbst hat ein Sturmtief erhebliche Schäden in den Tälern und Wäldern des Trentino verursacht: auf zahlreichen Wegen sind die Sturmschäden noch immer nicht oder nur zum Teil beseitigt. Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich vor der geplanten Wanderung mit dem örtlichen Fremdenverkehrsverein oder der lokalen Sektion des Trentiner Bergsteigervereins SAT in Verbindung zu setzen, und Informationen über die Beschaffenheit des Weges einzuholen.
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Bereich: Vallagarina
Ausgangspunkt: Manzano, 717 m
Endpunkt: Manzano 717 m, höchster Punkt Nagià Grom, 748 m
Gehzeit: 1 Stunde 30 Minuten
Höhenunterschied: 50 m
Schwierigkeit: touristisch – einfache Wanderung
Beste Jahreszeit: ganzjährig
Das hier vorgeschlagene Ziel bietet zahlreiche Zeugnisse und Bauten aus der Kriegszeit, die dank der Restaurierungsarbeiten der Alpinisektion Mori wieder ans Tageslicht gebracht wurden. Auf dieser kurzen und einfachen Tour lässt sich eine interessante Feldbefestigungsanlage besichtigen, die Bestandteil der zwischen Riva del Garda und dem Vallagarina gelegenen österreichisch-ungarischen Verteidigungslinie war. Auf dem Nagià Grom können längere Schützengräben begangen werden. Ebenso lassen sich ehemalige Beobachtungsposten, Geschützstellungen, Küchenanlagen, aber auch zahlreiche als Munitionsdepot, Materiallager oder als Unterkünfte genutzte Kavernen besichtigen.
Es werden hier drei verschiedene Zugänge zum Besuch des Areals vorgeschlagen.
TOURBESCHREIBUNG
Der schnellste Zugang erfolgt über den Ort Manzano. Man stellt das Auto am Ortseingang ab und folgt dem kurzem Weg zur sog. „Busa delle Anime“. Hier trifft man bereits auf die ersten Kriegsbauten: eine Wasserzisterne und der Eingang eines in den Fels angelegten Depots. In diesen Kavernen legten die Soldaten Holzbaracken an, die mit Dachpappe oder Kork isoliert wurden sowie über einen Ofen verfügten und beleuchtet waren. Im Norden kann man geschützt von einer Felswand die Betonfundamente eines Generators für die Produktion von Strom erkennen. Wenn man rechts durch den Schützengraben weitergeht kommt man an zwei Kreuzen vorbei. Das erste erinnert an hier gefallene Soldaten, das zweite an drei Kinder aus Manzano, die nach Kriegsende beim Sammeln von Kriegsrelikten umkamen. Man erreicht schließlich den ehemaligen Küchenbereich, der geschützt vor der italienischen Artillerie und ursprünglich mit Holzschindeln bedeckt war. Heute sind noch die zahlreichen Feuerstellen, die Reste eines Kamins und die wahrscheinlich von Offizieren genutzte Mensa zu erkennen.
Wenn man in südlicher Richtung fortschreitet, trifft man auf Stellungen für kleinere Geschütze und eine Infanteriestellung, von der man die italienische Frontlinie auf den Hängen des Monte Baldo unter Kontrolle halten konnte. Die Holzabdeckung dort wurde gemäß alter Vorlagen rekonstruiert .
Man geht Richtung Norden auf einer Schotterstraße weiter, um fast sofort in den Schützengraben rechter Hand abzubiegen. Es folgen ein Beobachtungsstand, der auf zwei Eben angelegt ist, kavernierte Artilleriestellungen und die Reste einer Betonkonstruktion, die einst für einen Scheinwerfer bestimmt war. Jetzt bleibt nur noch die Kuppe des Nagià Grom zu besichtigen übrig, die über einen Laufgraben zu erreichen ist. Man sieht hier neben den deutlichen Spuren von Granattrichtern die Reste eines zementierten Artilleriebeobachterstandes und kann gleichzeitig die wunderschöne Aussicht bis zum Gardasee genießen.
Nachdem man den Rundgang beendet hat, kehrt man auf den Hauptweg zurück, der den Hügel quert und erreicht in wenigen Minuten wieder den Ort Manzano.
Die zweite Zugangsmöglichkeit beginnt im Ort Valle San Felice. Hier folgt man der Straße, die in Nähe der Kirche die Felder quert und biegt dann, sich an die Wegweiser haltend, auf einen Weg am Waldrand ab. Einmal oben angelangt, bestreitet man den bereits oben beschriebenen Rundweg. Der Zugang ist einfach und für jedermann geeignet, bei einem Höhenunterschied von weniger als 200 Metern und einer Gesamtgehzeit, inklusive der Besichtigung der ehemaligen Stellungen, von ca. 3 Stunden. Bei der Rückkehr nach Valle San Felice kann man als Variante zum Hinweg auch auf der alten Straße entlang gehen, die Manzano mit Valle San Felice verbindet.
Der dritte Zugang ist etwas anspruchsvoller und nur für erfahrene Bergwanderer geeignet und zieht sich von der im Tal gelegenen Örtlichkeit Forno in Mori Vecchio den Berg hinauf. Die erste Wegstrecke verläuft parallel zur sog. Strada della Lasta. Während des Anstieges geht es durch in den Fels getriebene Schützengräben hindurch. Man trifft auf Unterstände und ehemalige Maschinengewehrstellungen, bis sich der Weg mit dem von Valle San Fellice (Loc. Val Pìole) kommenden vereinigt. Der Höhenunterschied beträgt bei dieser Variante um die 550 m mit einer Gesamtgehzeit von ca. 5 Stunden. Einige mit Leitern und Drahtseilen gesicherte Abschnitte erfordern maximale Aufmerksamkeit.
Per le escursioni in Vallagarina sono disponibili alcuni utili strumenti.
La guida “I luoghi della Grande Guerra in Vallagarina” viene distribuita gratuitamente presso il Museo Storico Italiano della Guerra di Rovereto e all'info point dell’Azienda per il turismo Rovereto e Vallagarina (scarica qui la versione pdf).
La mappa escursionistica “Vallagarina. I luoghi della Prima guerra mondiale” è una carta topografica realizzata da 4Land in vendita presso il bookshop del Museo della Guerra di Rovereto e l'Info Point dell'Apt di Rovereto al costo di 4 euro.
E' disponibile una versione digitale gratuita della mappa per dispositivi mobili. Per ottenerla è suffciente scaricare gratuitamente l’applicazione Pdf Maps e poi cliccare qui.

LITERATURHINWEISE
Deutschsprachige Literatur
Die österreichisch-ungarische Feldbefestigungsanlage Nagià Grom 1914-1918. Die Restaurierungsarbeiten durch die Alpini-Gruppe von Mori, Rovereto, 2013.
Oswald Mederle: Auf den Spuren der Tiroler Front. Wanderungen zu den Kriegsschauplätzen 1915 - 1918, Bozen, 2013.
Italienischsprachige Literatur
G. Fioroni, La valle di Gresta e la Valle del Cameras nella Prima guerra mondiale 1914-1918, Museo Storico Italiano della Guerra, Rovereto, 1988






