ACHTUNG: Im vergangenen Herbst hat ein Sturmtief erhebliche Schäden in den Tälern und Wäldern des Trentino verursacht: auf zahlreichen Wegen sind die Sturmschäden noch immer nicht oder nur zum Teil beseitigt. Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich vor der geplanten Wanderung mit dem örtlichen Fremdenverkehrsverein oder der lokalen Sektion des Trentiner Bergsteigervereins SAT in Verbindung zu setzen, und Informationen über die Beschaffenheit des Weges einzuholen.
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Bereich: Vallagarina
Ausgangspunkt: Matassone, 840 m
Endpunkt: Matassone, 840 m
Gehzeit: 1 Stunde
Schwierigkeit: einfache Besichtigung
Beste Jahreszeit: ganzjährig
Die Exkursion zum Grabensystem von Matassone dauert lediglich etwas mehr als eine Stunde. Man kommt dabei aber in den Genuss der wilden Landschaft des Vallarsa und hat zudem einen Einblick auf einen der strategischen Eckpunkte des Ersten Weltkrieges an der Trentiner Front.
Die österreichisch-ungarischen Stäbe hatten die Verteidigung des Tales bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts in ihre Pläne einbezogen gehabt, da es ein gute Ausgangslage für einen Vorstoß in die venezianische Tiefebene und in das italienische Territorium bildete. Aus diesem Grunde war der Bau mehrerer Sperrwerke geplant, eines auf dem Pasubio und eines auf dem Zugna, eines bei Pozzacchio und eine Feldbefestigungsanlage bei Matassone. Bis zum Kriegsausbruch wurden lediglich Matassone und das Werk Valmorbia – wenn auch unvollendet - errichtet.
Die Rückverlegung der Front auf leichter zu verteidigende Positionen sorgte zudem dafür, dass das Grabensystem auf der linken Talseite des Vallarsa in italienische Hände fiel, unter Ausnahme einer kurzfristigen einmonatigen Phase während der Frühjahroffensive im Mai 1916, als die k.u.k. Truppen Matassone bis zum 28. Juni des gleichen Jahres besetzen konnten. Aus diesem Grund ist die Besichtigung noch interessanter, weil man je nach Frontlage unterschiedlich ausgerichtete Schützengräben zu Gesicht bekommt. Außerdem kann man weitere wichtige Bereiche dieses Frontabschnittes sehen, wie das Pasubiomassiv, die Zugnakette und den Monte Corno, der später den Namen Corno Battisti erhielt, da hier der Trentiner Irredentist Cesare Battisti gefangen genommen wurde.
TOURBESCHREIBUNG
Matassone ist auf der Landstraße 89 zu erreichen, die sich von Rovereto in Richtung Vicenza auf der westlichen Talseite des Vallarsa entlang zieht. Nach etwas mehr als 10 Kilometern erreicht man den kleinen Ort, von wo man den Rundgang startet.
Bereits während des ersten Anstieges erkennt man auf der linken Seite den Eingang einer in den Fels angelegten Kaverne – sie kann nicht besichtigt werden – die von der österreichisch-ungarischen Armee als Waffen- und Verpflegungslager errichtet worden war. Etwas weiter sieht man rechts den Eingang eines gedeckten Laufgrabens, über den die Soldaten unbemerkt zu den Schützengräben gelangen konnten. Man geht in Richtung der mit Wiesen überzogenen Kuppe weiter, die ein idealer Beobachtungspunkt auf das ganze Tal ist.
Der Stützpunkt bestand aus zwei kreisförmig angelegten Schützengräben, die mit mehreren Reihen von Stacheldraht umgeben waren. Die aus Beton errichteten Gräben besaßen eine Stufe, auf die die Soldaten zur besseren Beobachtung des Territoriums stiegen und von der sie ein besserer Schussfeld bei der Abwehr von Angriffen besaßen. zum eventuellen Abfeuern ihrer Waffen steigen konnten. Zu sehen sind die Reste eines MG-Standes. Vorgesehen war auch ein Beobachtungsstand und eine optische Signalstation für die Kommunikation mit dem Werk Valmorbia, das sich auf der anderen Talseite befindet.
Wenn man in dem Schützengraben weitergeht, bemerkt man den gedeckten Laufgraben, den man bereits zu Beginn des Rundgangs kurz sehen konnte.
Man geht in östlicher Richtung auf einem Weg weiter, der dem Verlauf der Schützengräben folgt, bis man an einen restaurierten Schützengrabenabschnitt anlangt, der zu einer weiteren MG-Stellung führt, die auf den Ort Valmorbia gerichtet ist.
Eine kurze Treppe bringt einen zu den Ruinen eines betonierten Mannschaftsunterstandes . Die Schäden sind nicht durch Beschuss entstanden, sondern bei der Alteisengewinnung in der Nachkriegszeit.
Von hier aus sieht man weitere Schützengräben, die allerdings in der entgegengesetzten Richtung ausgerichtet sind, als die bislang gesehenen. Es handelt sich dabei um Gräben, die von der italienischen Armee errichtet wurden, die verständlicherweise nicht auf das österreichische Grabensystem zurückgreifen konnte, das auf eine andere, mittlerweile geänderte Frontrichtung ausgerichtet war. Auf der anderen Talseite erinnern die Löcher in den Felsen an die dort untergebrachten Geschütze des Werks Valmorbia/Forte Pozzacchio.
Man kehrt in westlicher Richtung wieder in den Ort und zum Auto zurück.
Per le escursioni in Vallagarina sono disponibili alcuni utili strumenti.
La guida “I luoghi della Grande Guerra in Vallagarina” viene distribuita gratuitamente presso il Museo Storico Italiano della Guerra di Rovereto e all'info point dell’Azienda per il turismo Rovereto e Vallagarina (scarica qui la versione pdf).
La mappa escursionistica “Vallagarina. I luoghi della Prima guerra mondiale” è una carta topografica realizzata da 4Land in vendita presso il bookshop del Museo della Guerra di Rovereto e l'Info Point dell'Apt di Rovereto al costo di 4 euro.
E' disponibile una versione digitale gratuita della mappa per dispositivi mobili. Per ottenerla è suffciente scaricare gratuitamente l’applicazione Pdf Maps e poi cliccare qui.

LITERATURHINWEISE
Deutschsprachige Literatur
Hans-Dieter Hübner: Unterwegs auf historischen Spuren. Wanderungen und Exkursionen zu den Schwerpunkten der österreichisch-ungarischen Südtiroloffensive 1916. Band 1 Rund um den Pasubio, Norderstedt, 2010.






